Was bedeutet es eigentlich, absichtslos zu meditieren? Und was steckt hinter dem Begriff
„Absicht“ selbst?
Was bedeutet der Begriff Absicht?
Zu Beginn soll ein genauer Blick auf den Begriff selbst die Bedeutung klären. Mit der
Beschreibung „ich beabsichtige etwas“ wird im allgemeinen Sprachgebrauch oft die
Ausrichtung auf ein Ziel oder die Beschreibung des Handelns zu einem Ziel hin verbunden.
Bei genauerer Betrachtung liegt dem Begriff Absicht jedoch eine andere Semantik zugrunde.
Er beschreibt die „Sicht“ auf jene Aspekte, von denen sich die Person distanzieren oder
wegbewegen, also sich „ab“-wenden möchte. Absicht bezeichnet also „von etwas
abzusehen“ und die Silbe „Ab“ wird verwendet wie im Wort „Abflug“ – für den Ort, den ich
verlasse, im Gegensatz zum Hinflug. Oder auch „abfahren“ – als eine Bewegung mit der
Sicht, sich von etwas zu entfernen.
Absicht zeigt also jene Elemente auf, welche man nicht mehr (erleben) möchte und
fokussiert sich dabei eben nicht auf das Ziel selbst, sonst würde man eher den Begriff
„hinsichtlich“ verwenden. Absichten sind also implizit mit einem (nicht erwähnten) Ziel,
jedoch überwiegend mit dem verbunden, wovon sich jemand distanzieren möchte. Zum
Beispiel: „Ich habe die Absicht, nicht mehr zu rauchen“ oder „ich beabsichtige zu gehen, ich
halte diesen Bürotratsch nicht mehr aus.“
Weshalb dann die Verwendung von Absichtslosigkeit in Verbindung mit der Meditation?
Wie wir in den Kursen oft erwähnen, gibt es in der Meditation nichts zu erreichen, da das
meditative Bewusstsein stets vorhanden ist und nur überlagert durch verschiedene mentale
Zustände zu sein scheint. Die Losigkeit der Absicht unterstützt als eine Form der Enthaltung
die Wahrnehmung und das Annehmen der Gegenwart, wie sie ist. Absichten wären jene
Wahrnehmungsinhalte, welche als veränderungswürdig ins Visier genommen werden.
Kurzgefasst: „Ich enthalte mich, die Absichten (also all jene Aspekte, die in der Meditation
keinen Platz haben sollten) verändern zu wollen.“
Beispielsweise könnte die Absicht bestehen, einen störenden Gedankenstrom verändern zu
wollen, um zu einer (vermeintlich wahren meditativen) Stille zu gelangen. Diese Absicht wird
in der Meditation registriert und in einer Losigkeit im Bezug zum Gedankenstrom und dem
implizierten Ziel akzeptiert – also beobachtet, ohne Kommentar oder Stellungnahme.
Meditation beinhaltet einen Seinszustand, der alle inneren und äußeren Hinsichten und
Absichten beobachtet, ohne verändernde Impulse zu setzen, wie etwa sich zu bewerten oder
äußere Vorgänge zu kommentieren. Jiddu Krishnamurti fasste dies kurz zusammen in dem
Zitat: „Ich habe nichts gegen das, was geschieht.“
Absichtslosigkeit benennt das Unterlassen von Widerständen gegen etwas. Im Sinne der
Meditation unterlässt man es, den gegenwärtigen Moment verändern zu wollen – also
entsteht eine Form von Achtsamkeit und Respekt gegenüber der Natur dessen, was der meditierende Mensch wahrnimmt und erkennt. Es erlaubt ein neutrales Beobachten der
inneren und äußeren Wirklichkeiten ohne Begriffe und Analyse.
Absichtslosigkeit in der Meditation
Was bedeutet der Begriff Absicht?
Zu Beginn soll ein genauer Blick auf den Begriff selbst die Bedeutung klären. Mit der Beschreibung
„ich beabsichtige etwas“ wird im allgemeinen Sprachgebrauch oft die Ausrichtung auf ein Ziel oder
die Beschreibung des Handelns zu einem Ziel hin verbunden.
Bei genauerer Betrachtung liegt dem Begriff Absicht jedoch eine andere Semantik zugrunde. Es
beschreibt die „Sicht“ auf jene Aspekte von denen sich die Person distanzieren oder wegbewegen,
also „ab“-wenden möchte. Absicht bezeichnet also „von etwas abzusehen“ und die Silbe „Ab“ wird
verwendet wie im Wort „Abflug“, für den Ort den ich verlasse, im Gegensatz zu Hinflug. Oder auch
abfahren – als eine Bewegung mit der Sicht, sich von etwas zu entfernen.
Absicht zeigt also jene Elemente auf, welche man nicht mehr (erleben) möchte und fokussiert sich
dabei eben nicht auf das Ziel selbst, sonst würde man eher den Begriff „hinsichtlich“ verwenden.
Absichten sind also implizit mit einem (nicht erwähnten) Ziel, jedoch überwiegend mit dem
verbunden, wovon sich jemand distanzieren möchte. ZB „ich habe die Absicht nicht mehr zu
rauchen“ „ich beabsichtige zu gehen, ich halte diesen Bürotratsch nicht mehr aus.“
Weshalb dann die Verwendung von Absichtslosigkeit in Verbindung mit der Meditation?
Wie wir in den Kursen oft erwähnen gibt es in der Meditation nichts zu erreichen, da das meditative
Bewusstsein stets vorhanden und nur überlagert durch verschiedene mentale Zustände zu sein
scheint. Die Losigkeit der Absicht unterstützt als eine Form der Enthaltung, die Wahrnehmung und
das Annehmen der Gegenwart wie sie ist. Absichten wären jene Wahrnehmungsinhalte, welche als
veränderungswürdig ins Visier genommen werden.
Kurzgefasst: „Ich enthalte mich die Absichten (also all jene Aspekte die in der Meditation keinen Platz
haben sollten) verändern zu wollen.“
Beispielsweise könnte die Absicht bestehen einen störenden Gedankenstrom verändern zu wollen,
um zu einer (vermeintlich wahren meditativen) Stille zu gelangen. Diese Absicht wird in der
Meditation registriert und in einer Losigkeit im Bezug zum Gedankenstrom und dem implizierten Ziel
akzeptiert, also beobachtet ohne Kommentar oder Stellungnahme.
Meditation beinhaltet einen Seinszustand, der alle inneren und äußeren Hinsichten und Absichten
beobachtet ohne verändernde Impulse zu setzen, wie etwa sich zu bewerten oder äußere Vorgänge
zu kommentieren. Jiddu Krishnamurti fasste dies kurz zusammen in dem Zitat: „Ich habe nichts gegen
das, was geschieht“
Absichtslosigkeit benennt das Unterlassen von Widerständen gegen etwas. Im Sinne der Meditation
unterlässt man es den gegenwärtigen Moment verändern zu wollen, also eine Achtsamkeit und
Respekt der Natur dessen was der Meditierende wahrnimmt und erkennt. Es erlaubt ein neutrales
Beobachten der inneren und äußeren Wirklichkeiten ohne Begriffe und Analyse.


